Magdas Haus

 

Ein bedeutendes Denkmal der Volksarchitektur in Filovci ist »Magdas Haus« – das einzige erhaltene Haus mit einem Strohdach und der Hausnummer 40 – »cimprana hiša«. Das Haus ist nach Magda Nemec benannt, die ihr ganzes Leben in diesem Haus gelebt hat.

 Die Kennzeichen des Hauses sind:

  • der Grundriss ist in der Form des Buchstaben »L« konzipiert und war in der Vergangenheit für die meisten Heime von Prekmurje charakteristisch;
  • vertikal aufgestellte Holzbalken, die mit Keilen aus Holz verbunden sind und mit dem Lehmputz, dem die Spelze zugegeben ist, mit der Hand verputzt sind;
  • die Decke ist aus Holz, auf querschlägige Balken ist kreuzartig das Handelsholz gelegt;
  • das Satteldach, die Dachkonstruktion ist aus natürlichen Rundholz gemacht, darauf sind dünnere Rundlatten befestigt, auf welche dann das Stroh gebunden ist, die Dachdeckung ist aus Stroh;
  • die Balken sind auf der Außenseite des Hauses mit dem Motiv der roten Kreuze verziert, diese sollten das Haus vor Unglück schützen;
  • die Vorderseite des Hauses verzieren mit dem Schnitzen verzierte Holzdachgiebel.

 


 

Das Innere des Wohnraumes ist auf das große Zimmer »velka iža« geteilt. Das ist der größte Raum mit dem Brotbackofen und großem Tisch. Neben den Seitenwänden stehen zwei Bette, wo die Eltern geschlafen haben. Die Kinder haben gewöhnlich auf dem Ofen, in der Wiege oder auf dem Boden geschlafen. Auf den Wänden hängen die Bilder von den Heiligen und die Porträts der Familienmitglieder. Vorne zwischen zwei kleinen Fenstern mit Fensterladen sind auf der schmalen Bank die Statuetten von Maria und den Heiligen aufgestellt. Diese Statuetten haben sie geschenkt bekommen oder von den verschiedenen Pilgerfahrten gebracht.
 

 



Der Fußboden ist aus Holz. Auf der Deckenkernsäule ist die Jahreszahl 1903 eingeschnitzt, die bezeugt, dass in diesem Jahr das Haus gebaut


 Aus dem großen Zimmer »velka iža« kommen wir durch den schmalen Flur in die Küche. Dieser Raum wurde die schwarze Küche »čarna küjnja« genannt. Es wurde auf der offenen Feuerstelle geheizt, der Rauch wälzte sich durch den ganzen Raum, der schwarz von Rauch und Ruß war. Mit der Zeit wurde der Raum umgearbeitet und die offene Feuerstelle wurde durch den gegenwärtigen Herd ersetzt. So könnte man in der Küche essen und schlafen. Der Keller und Abstellraum sind im hinteren Teil des Wohnraumes. Das Wirtschafts-gebäude war viel größer als der Wohnraum. Der Kernraum war der Stall für das Vieh, dann auch »gümla«, das ist der Raum wo verschiedenes Werkzeug und der Wagen untergestellt wurden, »parma«, kleinerer Raum wo das Heu aufbewahrt wurde, und »šator«, dieser Raum stellte die Verlängerung des Raumes »gümla« dar, da waren noch der Schweinestall